Zurück zur Liste

Epididymitis

Mixed pathogens Chlamydia trachomatis, Neisseria gonorrhoeae, Escherichia coli, unter anderem

Übersicht

Epididymitis ist eine Entzündung des Nebenhodens, die typischerweise einseitig auftritt. Bei sexuell aktiven jungen Männern (<35 Jahre) überwiegend verursacht durch STD-Pathogene (Chlamydien, Gonorrhoe). Bei älteren Männern (>35 Jahre) hauptsächlich verursacht durch Harnwegspathogene (E. coli und andere Uropathogene). Kann als akute oder chronische Entzündung auftreten. Unbehandelte Fälle können zu schweren Komplikationen führen, einschließlich Nebenhodenabszess, Hodeninfarkt und Unfruchtbarkeit.

Übertragungswege

  • Sexueller Kontakt: Junge Männer entwickeln hauptsächlich aufsteigende Infektion durch STD-Pathogene (Chlamydien, Gonorrhoe)
  • Retrograde Harnwegsinfektion: Harnwegsinfektionsbakterien steigen durch den Samenleiter zum Nebenhoden auf, häufig bei älteren Männern oder solchen mit Harnwegsanomalien

Typische Symptome

Skrotalschmerz (einseitig, sich allmählich verschlechternd), in die Leiste ausstrahlend
Skrotalschwellung, Rötung, Empfindlichkeit
Nebenhodenvergrößerung, deutliche Empfindlichkeit
Fieber, Schüttelfrost
Harnröhrenausfluss (STD-bezogen)
Dysurie, Harnfrequenz, Dringlichkeit
STD-bezogene Epididymitis hat normalerweise allmählichen Beginn; Harnwegsinfektions-bezogene hat akuten Beginn
Komplikationen: Nebenhodenabszess, Hodeninfarkt, Unfruchtbarkeit

Präventionsmaßnahmen

  • Kondome richtig verwenden
  • Monogame Beziehung
  • Rechtzeitige Behandlung von Urethritis und Prostatitis
  • Harnretention und längeres Sitzen vermeiden
  • Regelmäßiges STD-Screening
  • Gleichzeitiges Testen und Behandeln von Sexualpartnern
  • Persönliche Hygiene aufrechterhalten

Behandlungsempfehlungen

Junge sexuell aktive Männer: Antibiotika, die Chlamydien und Gonorrhoe abdecken (Ceftriaxon + Doxycyclin), Verlauf mindestens 10-14 Tage. Ältere Männer: Antibiotika, die Harnwegspathogene abdecken (Fluorchinolone). Unterstützende Pflege: Bettruhe, Skrotalerhöhung, Eisbeutel, Analgetika. Sexualpartner benötigen gleichzeitige Behandlung. Abszessbildung kann chirurgische Drainage erfordern.

Wann Sie medizinische Hilfe suchen sollten

  • Wenn Sie eines der oben aufgeführten Symptome haben
  • Nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr
  • Wenn ein Sexualpartner mit einer STI diagnostiziert wurde
  • Für regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, wenn Sie sexuell aktiv sind

Haftungsausschluss: Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung. Konsultieren Sie immer einen Arzt für die Diagnose und Behandlung von medizinischen Beschwerden.